ensa (Fokus Jugendliche)

Anbieter / Träger

Schweizerische Stiftung Pro Mente Sana

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ensa (Fokus Jugendliche)

ensa ist die Schweizer Version des australischen Programms «Mental Health First Aid». ensa überträgt die Idee von Nothelferkursen auf psychische Probleme: Laien lernen, Erste Hilfe zu leisten, wenn Personen in ihrem privaten und beruflichen Umfeld psychische Probleme oder Krisen durchleben. Sie unterstützen, bis professionelle Hilfe übernimmt. Gleichzeitig leisten Ersthelfer:innen einen Beitrag, um Vorurteile gegenüber Menschen mit psychischen Problemen in unserer Gesellschaft abzubauen. Im ensa Erste-Hilfe-Kurs wird von dafür geschulten Instruktor:innen in vier Modulen à drei Stunden Grundwissen zu psychischen Störungen vermittelt sowie konkrete Erste-Hilfe-Massnahmen bei Problemen und Krisen erlernt und geübt.

Projektdetails

  • Depressive Symptomatik | Suizidalität

  • Multiplikator:innen

  • Familie | Schule | Jugendliche / Peergroups | Wohnumgebung / Quartier

  • universell | verhaltensorientiert | verhältnisorientiert

Wirkungsziele

  • erweitert sowohl kurz- als auch langfristig das Grundwissen über psychische Gesundheit
  • bestärkt die Kursteilnehmenden darin, Betroffenen zu helfen
  • verbessert die Einstellung gegenüber Menschen mit psychischen Erkrankungen

Wirksamkeitspotential

Verbreitungspotential

Bewertungskriterien und Einschätzungen

Wirksamkeitspotential

Schutz- und Risikofaktoren (2/2)

ensa beeinflusst die Schutzfaktoren ‘erwachsene Person ausserhalb der Kernfamilie’ sowie ‘Kohärenzsinn’ positiv und trägt dadurch gemäss dem Präventionsverständnis von CTC zur Linderung depressiver Symptomatiken und/oder Suizidalität bei

Wirkungsmodell/Programmtheorie (1/2)

Für den ensa-Kurs ‘Fokus Jugendliche’ existiert aktuell noch kein Wirkungsmodell. Das zur Verfügung gestellte Wirkungsmodell bezieht sich auf den ensa-Kurs ‘Teens’.

Wissenschaftliche Fundierung (1/2)

Die Studie von Dzemaili et al. (2023) zeigt, dass ensa Erste-Hilfe-Kurse kurz- als auch langfristig das Grundwissen über psychische Gesundheit erweitern. Die Kursteilnehmenden sind darin bestärkt, Betroffenen zu helfen und zeigen eine verbesserte Einstellung gegenüber Menschen mit psychischen Erkrankungen. Die Studie macht keine Aussage über die effektive Wirkung bei den durch die Teilnehmenden betreuten Personen.

Nachhaltige Wirkung (2/2)

ensa-Kurse werden seit 2019 durch Pro Mente Sana regelmässig angeboten. Der Besuch eines Refresherkurses verlängert das Zertifikat um weitere drei Jahre.

Projektempfehlung (2/2)

Ensa ist auf der Orientierungsliste KAP 2022 von Gesundheitsförderung Schweiz (GFCH) aufgelistet. ensa ist auf der Seite des BAG (Abteilung Prävention nichtübertragbarer Krankheiten) erläutert.

Verbreitungspotential

Replizierbarkeit (3/3)

ensa-Kurse werden von Pro Mente Sana regelmässig schweizweit vor Ort oder auch virtuell angeboten. Wer sich zur Instruktorin / zum Instruktor ausbilden lässt, das Assessment besteht und eine Zertifizierung durchläuft, kann anschliessend ensa-Kurse selbständig anbieten.

Verfügbarkeit in der Deutschschweiz (2/2)

ensa-Kurse werden von Pro Mente Sana regelmässig schweizweit vor Ort oder auch virtuell angeboten. Wer sich zur Instruktorin / zum Instruktor ausbilden lässt, das Assessment besteht und eine Zertifizierung durchläuft, kann anschliessend ensa-Kurse selbständig anbieten.

Arbeitsinstrumente/Trainings und Schulungen (2/2)

Die Schulungen und Trainings werden von geprüften und zertifizierten Instruktor:innen durchgeführt und basieren auf einem klaren Schulungskonzept. Die Kurse decken eine grosse Bandbreite an Themen und psychischen Erkrankungen ab.

Transparente Kosten (1/1)

Alle Kosten sind transparent auf der Webseite einsehbar.

Qualitätssicherung (2/2)

Die Anforderungen an werdende Instruk-tor:innen sind klar formuliert. Für Kursteilnehmende gelten die Bedingungen Alter (ab 18 Jahren), Sprachvermögen (DE, FR, IT, EN) sowie eine zu bestehende Prüfung mit Zertifikat.

Einstufung CTC: Stufe 3

Bewertungskriterien und Einschätzungen
Stufe 1
Stufe 2
Stufe 3

Evaluationsdesign

Mindestens eine Evaluation der Kategorie «Prozess- oder Ergebnisevaluationen» oder «Projektanalysen»

  • Mindestens eine Evaluation der Kategorie «Prozess- oder Ergebnisevaluationen» oder «Projektanalysen»
  • Teilnehmer -Zufriedenheits-Messung
  • Vorher- / Nachher-Messung ohne Kontrollgruppe - Zielerreichungs-Messung
  • Qualitätssicherungsstudie
  • Literatur- / Dokumentauswertungen
  • Prozessbeschreibungen

 

Umsetzungsqualität

Das Angebot, das evaluiert wurde, wurde originalgetreu umgesetzt. Allfällige Abweichungen sind dokumentiert.

 

Evaluationsergebnisse

Die Mehrheit der Evaluationsergebnisse sind positiv.

 

Keine iatrogene Effekte

Es sind keine negativen Effekte auf die Zielgruppe dokumentiert.

 

Evaluationsdesign

Mindestens eine Evaluation der Kategorie "Wirkungsevaluationen II" (oder der Kategorie "Wirkungsevaluationen I", wenn Beweiskraft niedrig)

  • RCT, QED oder Kohortenstudie mit follow-up aber n>20 (Interventions- und Kontrollgruppe)
  • Ausländische RCT, QED oder Kohortenstudie mit follow-up und n<20 aber keine entsprechende Studie im deutschsprachigen Raum
  • RCT, QED oder Kohortenstudie oder follow-up
  • rein "klinisches" RCT oder QED mit oder ohne follwo-up
  • Vorher- /Nachher-Messerungen mit Kontrollgruppen in der Praxis
  • Benchmark / Norm-Referenz-Studie

 

Umsetzungsqualität

Das Angebot wurde originalgetreu umgesetzt. Allfällige Abweichungen sind dokumentiert.

 

Evaluationsergebnisse

Die Mehrheit der Evaluationsergebnisse sind positiv.

 

Keine iatrogene Effekte

Es sind keine negativen Effekte auf die Zielgruppe dokumentiert.

Evaluationsdesign

Mindestens eine Evaluation der Kategorie "Wirkungsevaluationen I".

  • Randomisierte kontrollierte Studie (RCT) mit follow-up
  • Quasi-experimentelle Studie (QED) mit follow-up
  • Kohortenstudie mit follow-up

 

Umsetzungsqualität

Das Angebot wurde originalgetreu umgesetzt. Allfällige Abweichungen sind dokumentiert.

 

Evaluationsergebnisse

Die Mehrheit der Evaluationsergebnisse sind positiv.

 

Keine iatrogene Effekte

Es sind keine negativen Effekte auf die Zielgruppe dokumentiert.